Framo Schneckenradsätze
Fortschrittliche Fertigungsmethoden und langjährige Erfahrung in Fertigung und Beratung haben Framo-Schneckenradsätze zu einem Begriff für Qualität werden lassen.In den vergangenen Jahrzehnten konnten Framo-Radsätze beachtliche Marktanteile im In- und Ausland erzielen.
Es wird unterschieden nach Katalog-Radsätzen (Framo-Norm), welche in mittleren Stückzahlen bevorratet sind, und kundenspezifischen Radsätzen, welche nach Kundenvorgaben hergestellt werden.
Die Katalog-Radsätze sind in enger Abstufung von Achsabstand und Übersetzung in der Regel ab Lager lieferbar. Von der Framo-Norm abweichende Achsabstände und Übersetzungen können werkseitig berechnet und gefertigt werden. Nicht immer ist es möglich, vorhandene Verzahnungswerkzeuge zu verwenden.
Die Radsätze sind vorzugsweise rechtssteigend, können aber auf Wunsch auch linkssteigend gefertigt werden.
Materialien
Die Schnecken sind einsatzgehärtet, Flanken und Bohrung geschliffen. Das Schneckenrad besteht aus einer Sonderlegierung (Kupfer-Zink-Legierung) mit Zusätzen an Aluminium, Silizium und Mangan.
Schneckenräder aus Kunststoff
Schneckenräder aus Kunststoff sind aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit nur für niedrige Gleitgeschwindigkeiten <1,5 m/s und mittlere Zahnflankenbelastungen geeignet. Die Schnecke muß gehärtet und die Flanken müssen geschliffen sein.
Schneckenräder aus Kunststoff dürfen mit ca. 50 % Drehmomentbelastung der Bronzeräder (MF-Mineralfett-Angaben) betrieben werden.
Schneckenräder aus Bronze
Cu Sn 12 DIN 1705
Relativ weicher Werkstoff mit gutem Verschleißwiderstand, geeignet für hohe Gleitgeschwindigkeiten.
Cu Sn 12 Ni DIN 1705
Relativ weicher Werkstoff mit sehr hohem Verschleißwiderstand, geeignet für sehr hohe Gleitgeschwindigkeiten.
CuAl10Fe3 Mn2 DIN 17665 / 17672
Relativ harte Gleitwerkstoffe für hohe Belastung und relativ niedrige Drehzahl.
Selbsthemmung
Die Selbsthemmung wird durch den Steigungswinkel, die Oberflächenrauhigkeit der Flanken, der Gleitgeschwindigkeit, durch den Schmierstoff und die Erwärmung beeinflußt. Es ist zwischen dynamischer und statischer Selbsthemmung zu unterscheiden.
Dynamische Selbsthemmung: bis 3° Steigungswinkel bei Fettschmierung; bis 2,5° Steigungswinkel bei Schmierung mit synthetischen Ölen.
Statische Selbsthemmung: von 3° bis 5° Steigungswinkel bei Fettschmierung; von 2,5° bis 4,5° Steigungswinkel bei Schmierung mit synthetischen Ölen.
Bei Steigungswinkeln über 4,5° bzw. 5° ist keine Selbsthemmung vorhanden.
Erschütterungen bzw. Vibrationen können die Selbsthemmung aufheben. Ebenfalls können eine Anzahl Faktoren im Zusammenhang mit Schmierung Gleitgeschwindigkeit und Belastung derart günstige Gleiteigenschaften schaffen, daß die Selbsthemmung negativ beeinflußt wird. Aus diesem Grund ist es ausgeschlossen, Garantieverpflichtungen bezüglich der Selbsthemmung zu übernehmen.
Einbau des Schneckenrades
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Für die seitliche Lagerung der Schneckenräder ist die tolerierte Bezugsfläche maßgebend. Die seitliche Toleranz c darf für alle Achsabstände das Maß 0,15 mm nicht überschreiten. |

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Rad in Pfeilrichtung
verschieben |
Richtige Markierung |
Rad in Pfeilrichtung
verschieben. |
Durch Kontrolle der Lage des Tragbildes im eingebauten Zustand läßt sich erkennen, ob ein Einbaufehler bezüglich der axialen Stellung des Schneckenrades vorliegt. Das Tragbild sollte möglichst zur Auslaufseite tendieren. Bei wechselnder Drehrichtung (Reversierbetrieb) sollte das Tragbild zur Mitte tendieren.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad ist generell abhängig von folgenden
Bedingungen:
- Steigungswinkel der Schnecke,
- Gleitgeschwindigkeit,
- Schmierstoff,
- Oberflächengüte,
- Einbauverhältnisse.
Mit zunehmendem Achsabstand steigt der Wirkungsgrad an. Bei kleinen Achsabständen werden häufig aus Platz- und Kostengründen Gleitlager verwendet, deren erhöhter Reibwert den Gesamtwirkungsgrad stark beeinflussen kann. Die angegebenen Wirkungsgrade haben nur Gültigkeit unter optimalen Einbaubedingungen.
Schraubenradverzahnung
Schraubenradverzahnung ist eine Stirnradverzahnung, deren Schrägungswinkel dem Steigungswinkel der Schnecke entspricht. Die Gleitfläche entspricht einer Linienberührung, wodurch ein reduziertes Drehmoment gegenüber der Schneckenradverzahnung übertragen werden kann bzw. die Lebensdauer reduziert wird.
Schmierstoff - Tabelle (Auswahl)
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