FramoŽ Schneckenradsätze

Fortschrittliche Fertigungsmethoden und langjährige Erfahrung in Fertigung und Beratung haben Framo-Schneckenradsätze zu einem Begriff für Qualität werden lassen.In den vergangenen Jahrzehnten konnten Framo-Radsätze beachtliche Marktanteile im In- und Ausland erzielen.
Es wird unterschieden nach Katalog-Radsätzen (Framo-Norm), welche in mittleren Stückzahlen bevorratet sind, und kundenspezifischen Radsätzen, welche nach Kundenvorgaben hergestellt werden.
Die Katalog-Radsätze sind in enger Abstufung von Achsabstand und Übersetzung in der Regel ab Lager lieferbar. Von der Framo-Norm abweichende Achsabstände und Übersetzungen können werkseitig berechnet und gefertigt werden. Nicht immer ist es möglich, vorhandene Verzahnungswerkzeuge zu verwenden.
Die Radsätze sind vorzugsweise rechtssteigend, können aber auf Wunsch auch linkssteigend gefertigt werden.

Materialien

Die Schnecken sind einsatzgehärtet, Flanken und Bohrung geschliffen. Das Schneckenrad besteht aus einer Sonderlegierung (Kupfer-Zink-Legierung) mit Zusätzen an Aluminium, Silizium und Mangan.

Schneckenräder aus Kunststoff
Schneckenräder aus Kunststoff sind aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit nur für niedrige Gleitgeschwindigkeiten <1,5 m/s und mittlere Zahnflankenbelastungen geeignet. Die Schnecke muß gehärtet und die Flanken müssen geschliffen sein.
Schneckenräder aus Kunststoff dürfen mit ca. 50 % Drehmomentbelastung der Bronzeräder (MF-Mineralfett-Angaben) betrieben werden.

Schneckenräder aus Hartgewebe
Hartgewebe (Hgw 2083) ist ein Schichtpreßwerkstoff, der aus Phenolharz und Baumwollfeinstgewebe hergestellt wird und sehr gute mechanische Eigenschaften besitzt.
Bei Schneckenrädern aus Hgw 2083 sind Drehmomente von ca. 40 % der Bronzerad-Werte zulässig.

Schneckenräder aus Bronze
Cu Sn 12 DIN 1705
Relativ weicher Werkstoff mit gutem Verschleißwiderstand, geeignet für hohe Gleitgeschwindigkeiten.

Cu Sn 12 Ni DIN 1705
Relativ weicher Werkstoff mit sehr hohem Verschleißwiderstand, geeignet für sehr hohe Gleitgeschwindigkeiten.

CuAl10Fe3 Mn2 DIN 17665 / 17672
Relativ harte Gleitwerkstoffe für hohe Belastung und relativ niedrige Drehzahl.

Selbsthemmung

Die Selbsthemmung wird durch den Steigungswinkel, die Oberflächenrauhigkeit der Flanken, der Gleitgeschwindigkeit, durch den Schmierstoff und die Erwärmung beeinflußt. Es ist zwischen dynamischer und statischer Selbsthemmung zu unterscheiden.
Dynamische Selbsthemmung: bis 3° Steigungswinkel bei Fettschmierung; bis 2,5° Steigungswinkel bei Schmierung mit synthetischen Ölen.
Statische Selbsthemmung: von 3° bis 5° Steigungswinkel bei Fettschmierung; von 2,5° bis 4,5° Steigungswinkel bei Schmierung mit synthetischen Ölen.
Bei Steigungswinkeln über 4,5° bzw. 5° ist keine Selbsthemmung vorhanden.

Erschütterungen bzw. Vibrationen können die Selbsthemmung aufheben. Ebenfalls können eine Anzahl Faktoren im Zusammenhang mit Schmierung Gleitgeschwindigkeit und Belastung derart günstige Gleiteigenschaften schaffen, daß die Selbsthemmung negativ beeinflußt wird. Aus diesem Grund ist es ausgeschlossen, Garantieverpflichtungen bezüglich der Selbsthemmung zu übernehmen.

Einbau des Schneckenrades

Schneckenradsatz Toleranz Für die seitliche Lagerung der Schneckenräder ist die tolerierte Bezugsfläche maßgebend. Die seitliche Toleranz “c” darf für alle Achsabstände das Maß 0,15 mm nicht überschreiten.
Schneckenradsatz Tragbild links
Pfeil1.gif (154 Byte)
Schneckenradsatz Tragbild ok Schneckenradsatz Tragbild rechts
Pfeil2.gif (151 Byte)
Rad in Pfeilrichtung
verschieben
Richtige Markierung Rad in Pfeilrichtung
verschieben.

Durch Kontrolle der Lage des Tragbildes im eingebauten Zustand läßt sich erkennen, ob ein Einbaufehler bezüglich der axialen Stellung des Schneckenrades vorliegt. Das Tragbild sollte möglichst zur Auslaufseite tendieren. Bei wechselnder Drehrichtung (Reversierbetrieb) sollte das Tragbild zur Mitte tendieren.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist generell abhängig von folgenden Bedingungen:

  • Steigungswinkel der Schnecke,
  • Gleitgeschwindigkeit,
  • Schmierstoff,
  • Oberflächengüte,
  • Einbauverhältnisse.

Mit zunehmendem Achsabstand steigt der Wirkungsgrad an. Bei kleinen Achsabständen werden häufig aus Platz- und Kostengründen Gleitlager verwendet, deren erhöhter Reibwert den Gesamtwirkungsgrad stark beeinflussen kann. Die angegebenen Wirkungsgrade haben nur Gültigkeit unter optimalen Einbaubedingungen.

Schraubenradverzahnung

Schraubenradverzahnung ist eine Stirnradverzahnung, deren Schrägungswinkel dem Steigungswinkel der Schnecke entspricht. Die Gleitfläche entspricht einer Linienberührung, wodurch ein reduziertes Drehmoment gegenüber der Schneckenradverzahnung übertragen werden kann bzw. die Lebensdauer reduziert wird.

Schmierstoff - Tabelle (Auswahl)

 

Viskosität
ISO-VG
DIN 51519

ARAL

BP

ESSO

Klüber

Mobil

SHELL

TEXAC

Tribol

Synthetische Öle

VG 1000

 

 

 

Syntheso
D 1000

 

 

 

Tribol 1300
ISO 1000

VG 680

 

 

 

Syntheso
D 680

 

 

 

Tribol 1300
ISO 680

VG 460

Degol
GS 460

Energol
SG-XP 460

 

Syntheso
D 460

Glygoyle
80

Tivela Oil
SD

 

Tribol 1300
ISO 460

VG 320

 

 

 

Syntheso
D 320

 

 

 

Tribol 1300
ISO 320

Mineralöle

VG 1000

 

 

 

 

 

 

 

 

VG 680

Degol
GS 680

Energol
GR-XP 680

Spartan
EP 680

Klüberoil
GEM 1-680

Mobilgear
636

Omala Oil
680

Meropa
680

 

VG 460

Degol
GS 460

Energol
GR-XP 460

Spartan
EP 460

Klüberoil
GEM 1-460

Mobilgear
634

Omala Oil
460

Meropa
460

 

VG 320

Degol
GS 320

Energol
GR-XP 320

Spartan
EP 320

Klüberoil
GEM 1-320

Mobilgear
632

Omala Oil
320

Meropa
320

 

 

 

Konsistenz
NLGI-Klasse
DIN 51814

 

Synth. Fließfett

00

Renolit GLS00 von Firma Fuchs
Temperaturbereich -50°C bis 120°C

Klübersynth G34-130 von Fa. Klüber
Temperaturbereich ca.-35°C bis 150°C

Mineral

0 bis 00

sämtliche Öl- und Fettlieferanten


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letzte Änderung 06.05.05